Tipps zur Auswahl und Einstellung des Ethernet Switches

Folgende Punkte sind bei der Konfiguration des Ethernet-Switches für den iSCSI-Einsatz zu beachten:

  • Der Switch muss Jumbo Frames unterstützen (was eigentlich alle neuen Switches können sollten). Dadurch erhöht sich die Paketgröße von 1500 auf 9000 Bytes
  • Der Buffer sollte groß genug sein (was bei billigen Switches oft nicht der Fall ist), denn sonst helfen auch die Jumbo Frames nichts.
  • Aktivieren Sie auf dem Switch und den Hostadaptern den Flow Control.
  • Unicast Storm Control sollte ausgeschaltet bleiben (das gilt nur in dedizierten iSCSI Netzen, denn im normalen Ethernet ist der Folow Control sehr sinnvoll). 


Unter Beachtung dieser Faktoren sollte die Performance des iSCSI sehr gut sein. Bis zu 90 MB/s können in einem Gigabit Netzwerk auf einer Leitung erreicht werden.

Wie funktioniert iSCSI?

iSCSI verpackt SCSI Datenblöcke in ein besonderes Protokoll (iSCSI Pakete). Diese werden ihrerseits in TCP/IP-Pakete verpackt und lassen sich so über das normale Ethernet verschicken. Die Voraussetzungen dafür sind:

1) Auf der Serverseite muss ein Treiber vorhanden sein, der genau diese Tätigkeit übernimmt. (Microsoft Windows beispielsweise liefert diesen Treiber mit den heutigen Server-Betriebssystemen mit). Alternativ kann eine dedizierte iSCSI Karte die Umwandlung auf Ethernet übernehmen.

2) Auf der Speicherseite muss ein geeigneter iSCSI-Controller vorhanden sein.
iSCSI darf nicht mit NAS verwechselt werden. Während NAS (Network Attached Storage) wie ein Server Dateien über ein Netzwerk-Filesystem anbietet, arbeitet iSCSI auf Blocklevel: die Festplatte wird vom Rechner wie eine lokale Festplatte gesehen und verwaltet. Dass sie in Wirklichkeit viele Kilometer entfernt sein kann, spielt dabei keine Rolle.